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Luftkurort Elend

Kleinste Holzkirche Deutschlands




 

Kleinste Holzkirche Deutschlands

Das Wahrzeichen der Gemeinde Elend ist die "Kleinste Holzkirche Deutschlands" mit einer Größe von 5,0 m x 11,0m und 80 Sitzplätzen.Sie ist ein Fachwerkbau im neugotischen Stil und steht auf der Kirchenwiese im Ortszentrum neben zwei uralten Eichen. Die Kirche wurde 1897 zunächst ohne Turm eingeweiht. Erst durch Spenden von Elender Bürgern konnte der Turm nachträglich angebaut werden und somit erhielt die Kirche 1904 im Wesentlichen ihre heutige Form. Der 60 qm große 


Innenraum der Kirche zeichnet sich durch besondere Einfachheit und Schlichtheit aus.

Aufgrund der Enge des Raumes wurde der hölzerne Altar auf Rollen gelagert, um auf diese Weise nach Bedarf nach hinten verschoben zu werden

Öffnungszeiten 01. Mai bis 31. Oktober
Dienstag 16.30 bis 17.30 Uhr
Freitag 16.00 bis 17.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Frau Klug 03 94 55 / 292 oder
Frau Hahn 03 94 55 / 265

 

Die Kirche und der Turm

Die Kirche wurde im Jahr 1897 im Stil der Neogotik erbaut. Bis dahin fand in Elend nur zweimal im Jahr ein Gottesdienst für Kranke im Schulzimmer statt. In der Regel ging man in das 12 km entfernte Elbingerode, das auch heute wieder, ebenso wie Königshütte, zum Pfarrbereich gehört.
Durch den Neubau der beiden Kirchen in Königshütte war nach 1890 kaum noch Geld in der Kapellenkasse des Kirchspiels, und so wurde die Elender Kirche zu einem großen teil aus Spenden finanziert.


Einige der Stifternamen sind in der Kirche festgehalten.
Zunächst wurde sie ohne Turm und Apsis erbaut. Beides wurde dann im Jahr 1904 durch Kommerzienrat Schlägel gestiftet.
Die gesamte Kirche misst 5 x 11 m und bietet maximal 90 Personen Platz. Sie gilt als die kleinste Holzkirche Deutschlands, wobei sie im strengen Sinn keine Holzkirche ist, sondern eine beschlagene Fachwerkkirche.
Einen Namen trägt sie nicht, vielleicht weil sie immer ein Appendix an St.-Jakobi Elbingerode blieb.
Die beiden Eichen vor der Kirche sind über 700 Jahre alt.

Der Altar und die Kanzel

Der Altar ist eine dem Elbingeröder Altar nachempfundene Schnitzarbeit. Er trägt keinen weiteren Schmuck.. Der noch ursprüngliche Altarbehang zeigt ein Lamm mit einer Siegesfahne, Christus, das Lamm Gottes, der durch seine Hingabe am Kreuz in Gewaltlosigkeit Vergebung und durch die Auferstehung den Sieg über den Tod erwirkt hat.

Der um das Bild gestickte Satz stammt von Johannes dem Täufer, der nach den biblischen Berichten als Vorläufer des Messias auf Christus


hindeutete.
Die Kanzel ist nicht ursprünglich, kam aber im Jahr 1908 in unsere Kirche als Ersatz für eine überdimensionierte, mehr als zwei Meter hohe Kanzel. Auch Sie ist eine Holzschnitzarbeit und zeigt Personen der biblischen Überlieferung - Petrus mit dem Schlüssel des Himmels und der Hölle, der so die Vollmacht der Kirche anzeigt, daneben Mose mit den Gebotstafeln, Gottes gutem Willen zum Heil der Menschen, dann Christus mit dem Buch des Lebens in seiner Hand und Paulus mit dem Schwert, als Zeichen für den Tod, den er um seines Glaubens willen erdulden musste.

Die farbigen Fenster

Die fünf bunten Fenster der Kirche sind neben dem Schmuck, den sie zweifellos darstellen, auch eine „Predigt" an die sich versammelnde Gemeinde. Sie ist umgeben von den vier Evangelisten mit ihren Symbolen, die mit ihren berichten über das Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu der Gemeinde den Grund der Hoffnung weitergeben: Matthäus mit dem Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler.

Aus ihrer Reihe sticht Johannes heraus, der, für einen jüdischen Mann besonders, keinen Bart

               


gehabt habe.
Zentral in der Apsis, im Blickfeld der Gemeinde, Christus selbst, dem Betrachter zugewandt, als Schmerzensmann, gefesselt dargestellt; als sage er: Für Dich!
Umgeben ist er von einer Symbolik, die auf das Abendmahl hindeutet, in dem die Gemeinde dem Auferstandenen in, mit und unter Brot und Wein begegnet und der Vergebung gewiss wird.
Die Fenster sind allesamt Stiftungen Elender Bürger. Bei der Restaurierung des Christusfensters wurde ein kleiner Fehler gemacht. Finden Sie Ihn?

Orgel, Glocke und Uhr

Die Orgel unserer Kirche ist auch eine Stiftung. Sie wurde erbaut, von dem berühmten Baumeister Ladegast. Sie hat 400 Pfeifen, die längste 2,60 m und die kleinste 15 mm. Diese Pfeifen werden regelmäßig mindestens an den Hochfesten bespielt auf zwei Manualen und einem Pedal.

 Die Bronzeglocke wurde schon 1857 von einer Werkstatt in Apolda und Laucha gegossen.
Sie wird mit der Hand geläutet, was bei Ihrem Gewicht von nicht einmal 200 kg nicht sehr


schwer ist.
Eine größere Glocke könnte der schlanke Turm auch nicht tragen. Die Glockeninschrift nimmt diese Kleinheit auf

Bin ich zwar klein,
mein Singen soll doch Freude bringen
im richtigen Akkord.
Ich teile Freud und Leiden.
Mit euch zu allen Zeiten -
o, gönnt mir diesen Ort.

 Die Uhr ist eine funkgesteuerte Elektrouhr, die zur halben und zur vollen Stunde schlägt. Der Schlaggong befindet sich an der Ostseite des Turmes. Die ursprüngliche mechanische Uhr musste täglich aufgezogen werden, war aber zuverlässiger und weniger störanfällig.


Unsere Gemeinde

Die Gemeinde Elend ist klein. Sie gehört mit Königshütte zu einem Kirchspiel und mit der Stadtkirchengemeinde Elbingerode zu einem Pfarrbereich. Der Pfarrbereich hat etwa 1.800 evangelische Gemeindemitglieder. Regelmäßig finden in der Elender Kirche Gottesdienste statt. Zweimal im Jahr gibt es Konzerte.

 www.stadtkirche-elbingerode.de